Donnerstag, 25. November 2010

I'll be back

Moin, heute melde ich mich mal wieder zu wort. Diesmal aber mit etwas ganz besonderes. Erstmal eine Entschaidung die ich unbedinngt treffen musste. Ich habe mich entschieden im Januar nach Deutschalnd zurückzukehren, gleich nbach dem Comicfestival in Angoulême. Ich hoffe das freut euch ihr Säcke.

Ansonsten lasse ich hier mal den Vollnerd raushängen. Gestern und vorgestern hatte ich einen theoretischen Kurs über die Geschichte des amerikanischen Comics. Das unfassbare war, das mein Prof offenbar eine riesige Sammlung an Originalen besitzt, die er zu Vorführungszwecken mitgebracht hat. Also, hier das beste aus diesen schönen Tagen.

Ich mit einem Wallance Wood Original, der bei EC Comics verlegt wurde.
Staunen.

Kriegstein, der meiner Meinung nach der innovativste Zeichner der EC Clique war.

usw. usw.

Ob ihr es glaubt oder nicht, das ganze ging heute weiter mit den Originalen der Undergroundszene und deren nachfolgern. Von Crumb bis Bisley alles vertreten. In der Mittagspause lagen im Raum locker mal 10 Riesen unbeaufsichtigt.
That's life

Mittwoch, 17. November 2010

Notizen


Ich schreibe hier wenig, weil ich an einem anderen Projekt bastele, an einem Versuch, die Dinge, die ich mir hier reinziehe, anders zu vermitteln als üblich.

Freitag, 12. November 2010

der Abschluss

Am letzten Tag fiel das Aufstehen sichtlich schwer. Nach dem Frühstück gabe es ein letztes Zusammentreffen im Vasarelymuseum, was eigentlich eine Stiftung ist. Wie am Vorabend haben einige Studenten sich vorbereitet und etwas Jazz gespielt.

Ich fand das Museum ziemlich cool, denn es war absolut pleite. Endlich sah man auch in Museen Putz von der Wand bröckeln. In Deutschland würden sie das ganze lieber schließen, als die Fassade Kulturgut aufzugeben, siehe Hamburg.
Die Bilder waren auch ganz cool und sehr drogig.
Wirklich schade, dass LSD in unserer Kultur verpönt ist, sonst hieße es, PILLS FOR ALL statt OPEN BAR.

In diesem Sinne, haut ihr rinne.





Donnerstag, 11. November 2010

Tag 2

Nun, am zweiten Tag war ich relativ ausgeschlafen. Der Vorteil einer Jugendherberge ist, dass sie einem die Verantwortung für sich selbst abnimmt. Um 1 musste man am ersten Tag im Bettchen sein und das war ich auch.
Also, aufstehen um halb Sieben, Essen um Acht, Unterricht um Neun. Ich habe an einem Workshop zum Thema Iphone Teilgenommen. Die Moral war wohl die durch Kommunikationsmedien veränderte soziale Struktur , für mich roch das Ganze aber nur nach GELD. Die Druckmedien sind tot lang lebe das Iphone, das Macbook oder was auch immer.
Als Comiczeichner ist es ein relativ depremierender Fazit, wären da nicht die zahlreichen Möglichkeit. Man sollte einfach mal The Maxx http://www.youtube.com/watch?v=icOerAhqGv4 sehen, Frank Miller SIN CITY, aktuelle Gamedesigns, 3 D Trickfilme usw. usw.. Das alles sind im Grunde Comics, abgeändert, weiterentwickelt, modern bla bla bla.
Na ja, genug philosophiert.
Mittags gab es Essen in der Kantine und einen Stadtausflug. Wir, Ich und Stanislav, kamen 15 Minuten zu spät und unsere Gruppe hatte sich bereits aufgelöst, da nicht vorhanden. Also schlenderten wir mit einer anderen Gruppe und hörten uns etwas über französische Süßigkeiten an. Nach meinem Eindruck sind diese handgefertigten Edelbackwaren zu teuer und zu klein.
Nach zwei Stunden gingen wir also Heim und bereiteten uns auf das angesagte Diner vor. Abendgarderobe erwünscht stand auf der Einladung und sollte sich tatsächlich bewarheiten. Ich und Stanislav waren zwei der ganz wenigen ohne Anzug. Auf dem Klo unterhielten sich eifrig zwei Stipendiaten wie man den eine Kravatte bindet. Der Jurist konnte es offenbar besser als der Ingenieur. Eine andere Welt, doch trotzdem cool. Es gab als Vorspeiße einen französischen Salat mit rohem ganz zart geschnittenen Fleisch. Dazu einen Weißwein aus der Aix. Als der Hauptgang kam, trank ich den ersten Rotwein aus Bordeaux und wurde prompt aufgeklärt wie man diesen denn genießt. Ich habe tatsächlich einen Unterschied nach dem Schwenken gemerkt, bleibe jedoch bis zum Ende meines Lebens wohl Biertrinker.
Es klingt jetzt alles sehr kultiviert, doch spätestens nach dem rohen, blutigen Rinderfleisch zum Hauptgang wurde der Wein in Litern bemessen und das ganze nahm ein bisschen fahrt auf.
Ich fand den Abend wirklich toll, n icht nur weil ich das Essen genossen hab, sondern weil ich auch viele interessante Leute kennengelernt hab.














Mittwoch, 10. November 2010

Aix en Provence

Nachdem ich mich in den letzten Wochen leider nicht gemeldet habe, haue ich euch mal heute einen kurzen Tatsachenbericht um die Ohren. Ich war an diesem Wochenende in der Aix en Provence zu einem Auslandstreffen der Studienstiftung eingeladen. Nun, solch eine Gelegenheit eure Steuergelder zu verschwenden konnte ich mir leider nicht entgehen lassen.

Das erste was mir schon vor der Reise auffiel, ist dass die Züge in Frankreich nur über Paris fahren. Dies ist ein Problem, wenn man von Angoulême nach Marseille muss. In Paris musste ich den Zug wechseln und natürlich zum Gare de Lyon.

Dieser Bahnhof liegt in einer nicht ganz so guten Gegend, sodass sich die Polizei nicht mehr Herr der Lage fühlt. Die revolutionäre Seele frankreichs muss dementsprechend, so wie es die Geschichte schon gezeigt hat, mit Waffengewalt gebändigt werden. Mehrere Militärpatroullien, mit schusssicheren Vesten, Maschinengewehren und Ersatzmunition schlenderten im Team von 3 Mann durch den Bahnhof. Irgendwas ist in Frankreich wohl in Schräglage.
Den Zug habe ich problemlos bekommen und kam um 14.20 an. Am ersten Tag gab es erstmal ein Kaffekränzchen, 3 Stunden Freizeit und abends Freibier in einem schnieken Lokal.
Wie geplant traf ich dort Justus, einen Juristen, und Stanislav, schimpft sich Physiker, wieder. Wir kannten uns schon aus Lausanne und haben bereits dort beschlossen, uns in Aix zu treffen. Es war ein schöner Abend, doch schwer zu beschreiben.
Ich glaube dass dort die Fotos am besten für sich sprechen:


So, das war es für den ersten Tag. Morgen kommt der Zweite.
Gruß Ruslan

Sonntag, 24. Oktober 2010

Dienstag, 19. Oktober 2010


Es war ein seltsames gefühl, als mein reales Leben sich tatsächlich mit den Comicfiktionen, die ich tagtäglich inhaliere, überschnitt. Aber setzen wir am besten ganz weit hinten an.
Wer zur Zeit in Frankreich mit seinem Auto unterwegs ist, tut gut daran, sich an die Autobahnen zu halten. Wie inzwischen auch für mich spürbar, ist die Streikkultur in Frankreich weitaus stärker ausgebildet als bei uns. Dies bekamen meine Freundin und meine Mutter schmerzlich zu spüren. Die Situation, in die sie geraten waren, erinnerte stark an ein von Karl Nagel geschriebenes und von Phillip Cassierer illustriertes Comic. http://www.schundburg.de/
Da die Raffinerien mitstreiken, werden die Tankstellen wenig bis gar nicht mit Öl beliefert. Dementsprechend saßen Nadine und meine Mutter, nachdem sie vergeblich stundenlang nach Benzin gesucht haben, an einer kleinen Tankstelle fest. Es hat über einen ganzen Tag gedauert, eine Tankstelle zu finden, die auch Benzin hat. Hinz kam, dass der Tank komplett leer war. Lediglich ein Paar hilfsbereite Engländer konnten einen Kanister organisieren, mit dem die Strecke zurückgelegt werden konnte. Diese wurden vom pöbelnden Mob fast gelyncht, als sie diesen füllten.
Die Bilanz ist ein Kulturschock, eine Nacht im Auto und ein Paar graue Haare mehr bei allen beteiligten. Vive la France !
Ich habe beschlossen, daraus eine kleine Kurzgeschichte zu machen, die ich direkt nach dem Einmarsch der Russen in Paris zeichnen werde.
Hier schon mal eine erste kleine Impression.
Ach ja, das ganze ist hier noch lange nicht ausgestanden. Heute morgen war der ganze Bahnhof von Angouleme von Streikenden bedeckt.
Bis zum nächsten mal.)